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XVII, 2023

Auto-Installation mit Garten Abfall.

16. February – 19. February 2023

Ort: Bauhütte Kreuzberg e.V., Friedrichstraße 19, 10969 Berlin

 

Die multidisziplinäre Künstlerin Kinga Kielczynska untersucht in ihrer Praxis die Beziehung zwischen Mensch und Natur auf eine transgressive und transformative Weise. Mehrere ihrer Projekte drehen sich um den Bialowicza-Urwald in Polen, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Eines davon ist ihr Film 10 Millions + 1, der den Kampf zwischen Aktivist*innen und Holzfäller*innen inmitten der Pracht des Waldes dokumentiert. Ihr Arbeitsprozess wird durch ihren ökologischen Anspruch beeinflusst, Materialien zu verwenden, die bereits in Reichweite sind und daher nicht speziell für künstlerische Zwecke hergestellt werden. Während der Ausstellung kommen so verschiedene Komponenten zusammen, die anschließend in ihre vorherige Umgebung zurückkehren.

 

Für CARPARK produzierte Kinga Kielczynska die Installation XVII (2023), Teil ihrer fortlaufenden Serie von Autos, die vor Pflanzen strotzen. Der Titel XVII bezieht sich auf die Marke und das Modell des Autos: Fiat Seicento, was im Italienischen für das 17. Jahrhundert steht und meistens in lateinischen Ziffern geschrieben wird. Das Fahrzeug ist bis oben mit Pflanzenresten gefüllt, so dass der Eindruck entsteht, die Pflanzen würden das Auto überwuchern und jeden Winkel einnehmen. Das Fahrzeug scheint fast in Grün getaucht zu sein. Die Bepflanzung selbst besteht aus Gartenabfällen und variiert je nach Jahreszeit. Das Auto steht auf dem Gelände der Bauhütte Kreuzberg, wo es im Vorbeigehen von der Straße aus entdeckt werden kann. 

 

Das Projekt ist inspiriert von Szenen verlassener Gebäude, Ruinen oder anderer Artefakte, die von Vegetation überwuchert werden, wie die Politische Schule Titos in Kroatien und verfallene Einkaufszentren auf der ganzen Welt. Die Arbeit bezieht sich zudem auf Alan Weismans Buch The World Without Us, ein Sachbuch aus dem Jahr 2007, in dem es darum geht, was mit der natürlichen und gebauten Umwelt passieren würde, wenn der Mensch plötzlich verschwände. Das Projekt wurde während der Manifesta 12 in Palermo, im Very Project Space in Berlin und während des Warschauer Gallery Weekend vor dem Kulturpalast sowie an ungenannten Orten im Wald ausgestellt.

https://bauhuette-kreuzberg.de/ueber-die-bauhuette-kreuzberg/

KINGA KIELCZYNKSA (g. 1972 in Warschau) erhielt ihren Master of Fine Arts am Sandberg Institute in Amsterdam und ist Absolventin der Gerrit Rietveld Academy, Amsterdam. Sie arbeitet mit Video, Zeichnung, Text und Installationen. In ihrer multidisziplinären künstlerischen Praxis reflektiert sie unsere Beziehung zur Natur. Zuletzt erforschte sie die Grenzen zwischen natürlichen und von Menschen gemachten Materialien. Ihre Arbeiten wurden unter anderem ausgestellt in: EXILE Galerie, Wien (2022); MoCA, Belgrad (2020); Goethe Pop Up, Minneapolis (2019); Manifesta 12, Palermo (2018); Aether, Sofia (2018); SAVVY Contemporary, Berlin (2017); FOAM, Amsterdam (2014); MOMA, Warschau (2012).

@kinga_unofficial

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